Von Natur Aus Anders: Die Psychologie Der by Doris Bischof-Köhler

By Doris Bischof-Köhler

Mussen Madchen erst zur Frau erzogen werden? Sind demeanour Produkte einer patriarchalen Ideologie? Oder umgekehrt: Sind wir willenlose Sklaven unserer Chromosomen und Hormone? Kaum ein Thema ist ahnlich anfallig fur Klischees und Fiktionen, Vorurteile und Denkverbote. Die Autorin, durch ihren wissenschaftlichen Werdegang einer interdisziplinaren Sichtweise verpflichtet, analysiert die aktuelle Befundlage zur Frage der Geschlechtsunterschiede aus einer Synopse kulturwissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und evolutionsbiologischer Perspektiven. Fur die four. Auflage hat die Autorin ihr Standardwerk neu uberarbeitet. Stimmen zu Vorauflagen: "Doris Bischof-Kohler beschreibt differenziert und erlautert in sachlichem Ton, sodass auch komplexe Zusammenhange angemessen erortert werden." (Spektrum der Wissenschaft )Die Autorin "stellt damit ein Standardwerk zur Verfugung, das verlassliches fabric fur eine seriose Diskussion uber die Gender-Thematik ermoglicht."(umwelt & bildung)"Eine extrem spannende Lekture."(WDR)

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Man spricht in diesem Zusammenhang von der „naturalistic fallacy“, also einem naturalistischen Trugschluss, dem manche Morallehren anheimfallen. Ob und wie sich Moral überhaupt legitimieren lässt, gehört zu den schwierigsten Fragen; ihre Beantwortung ist nicht Gegenstand dieses Buches, sondern muss der philosophischen Ethik vorbehalten bleiben. Eins aber ist sicher: Naturgegebenheiten können nicht herangezogen werden, um daraus moralische Normen abzuleiten. Was auch immer wir beschließen, für richtig zu halten, es wird darunter immer auch Regeln geben, die sich gegen die Natur richten.

Mit der Betonung der Vorläufigkeit seiner Aussage, deren Richtigkeit erst noch von seinen Schülern genauer überprüft werden müsse, suchte er wohl die Brisanz des Inhalts etwas ab­ zumildern. 1931 folgte dann ein zweiter Artikel „Über die weibliche Sexualität“, in dem Freud explizit und kritisch auf den „Elektrakomplex“ Bezug nimmt6. Freud betont, dass die geschlechtliche Entwicklung bei Jungen und Mädchen eben nicht symmetrisch verläuft. Auch das Mädchen ist nach seiner Meinung zunächst oral auf die Mutter fixiert und erlebt daher den Vater als Rivalen.

In einer Verlautbarung des Bundesfamilienministe­ riums wurde das im Jahre 2003 in folgendem Wortlaut festgeschrieben: „Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen 6 7 4 5 Eagly & Wood, 2009 Guimond, 2008; Lippa, 2010 Gildemeister, 1988, S. 497 Günthner & Kotthoff, 1991, S. 8 31 Einleitung: Natur und Kultur von Männer und Frauen. Diese sind – anders als das biologische Geschlecht (also sex) – erlernt und damit veränderbar“. Nur „gender“ als erlernte und von der Kultur übernommene Geschlechtsrolle ist von Interesse.

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