Autonomie und Vertrauen: Schlüsselbegriffe der modernen by Holmer Steinfath, Claudia Wiesemann (eds.)

By Holmer Steinfath, Claudia Wiesemann (eds.)

Die Selbstbestimmung des Patienten wird in liberalen und individualisierten Gesellschaften zu Recht hochgehalten. Doch die Handlungsfreiheit des Einzelnen in einer hochkomplexen, von wissenschaftlich-technischen Rationalitäten durchstrukturierten Welt wächst nur in dem Maße, wie Personen- und Systemvertrauen ermöglicht wird. Denn mit den Handlungsmöglichkeiten der modernen Medizin wachsen auch Verletzlichkeit und Verunsicherung der Akteure. Die Beiträge dieses Bandes aus den Bereichen Philosophie, Medizinrecht, Theologie, Medizinethik und Medizin untersuchen, inwiefern interpersonelles Vertrauen bzw. Systemvertrauen und Selbstbestimmungspraktiken zusammenhängen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Institutionen wie dem Krankenhaus sowie Kollektivakteuren wie Familien oder Patientengruppen.

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Hybridisierung Chinas: Modernisierung und by Reuß-Markus Krauße

By Reuß-Markus Krauße

Reuß-Markus Krauße entflechtet den Wandel der chinesischen Gesellschaft, indem er Modernisierung, Globalisierung und soziostrukturelle Hintergründe aufeinander abstimmt. Damit liefert er einen neuen universalen Ansatz zur Untersuchung von Modernisierung dieser und auch anderer Gesellschaften. Indem er die Verbindung zwischen gesellschaftlichem Wandel, den Funktionsbereichen – Politik, Wirtschaft, Recht, Wissenschaft – und dem Kommunikationssystem darstellt, überwindet er die Erklärungsdefizite bisheriger Darstellungen, die kulturalistische oder normative Gründe für den chinesischen Wandel nennen. So stellt sein Buch heraus, dass vielseitige Zugänge notwendig sind, um die gesellschaftlichen Veränderungen in China zu verstehen.

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Kompetenz und/oder Zuständigkeit: Zum Verhältnis von by Dorothea Lüdke, Anita Runge, Mechthild Koreuber

By Dorothea Lüdke, Anita Runge, Mechthild Koreuber

Seit einigen Jahren prägen neue Begriffe wie Gender Mainstreaming und handling variety die institutionalisierte Gleichstellungspolitik. Obwohl nicht unumstritten, haben diese politischen Strategien und Konzepte eine wahre Flut von Aktivitäten ausgelöst: Überall werden Fachgruppen bzw. Gender-Beauftragte in Organisationen und Unternehmen eingesetzt. Der Aus- und Weiterbildungsmarkt boomt. Die Frauen- und Geschlechterforschung ist nicht in vergleichbarer Weise in den wissenschaftlichen "Mainstream" integriert. Von ihrer Seite aus werden die neuen Gleichstellungspolitiken kritisch beobachtet. Diskutiert wird die Frage, ob damit Ergebnisse neuerer Geschlechtertheorien nicht nur ignoriert, sondern sogar unterlaufen werden.
In den Beiträgen des Bandes wird die theoretische Fundierung von Geschlechterpolitik neu
problematisiert: Worauf begründen sich Kompetenz und Zuständigkeit für die Gleichstellungspolitik? Welche Rolle kann und soll die Frauen- und Geschlechterforschung spielen? Wie kann Gender-Wissen in Handlungskompetenz überführt werden?

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Die radikalisierte Moderne: Moderne Gesellschaften. Zweiter by Ditmar Brock

By Ditmar Brock

Inwiefern haben auf Gegenwartsdiagnosen fokussierte Autoren, insbesondere Giddens, Beck, Bauman und Rosa, das soziologische Wissen über moderne Gesellschaften bereichert? Das Buch zieht eine Bilanz unter zwei Fragestellungen: Lässt sich die those einer neuen section innerhalb der Moderne halten? Welcher Beitrag wurde zur Theorie moderner Gesellschaften geleistet?
Während die vorgelegten Epochenunterscheidungen durchweg nicht überzeugen können, wurden wichtige Anregungen zur Theorie moderner Gesellschaften zur Debatte gestellt. Unter dem Gesichtspunkt der Wissensakkumulation lassen sie sich zur Ergänzung und Präzisierung der Theorie funktionaler Differenzierung nützen. Weiterhin regen sie zur Entwicklung eines zweiten Standbeins der Theorie moderner Gesellschaften an, nämlich eines Konzepts individualisierter Lebensführung.

Gemeinsam mit den Bänden ‚Die klassische Moderne‘ (Brock 2011) sowie ‚Globalisierung‘ (Brock 2008) wird eine Einführung in die Theorie moderner Gesellschaften geboten.

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Prozessplanung in Akut-Krankenhäusern : Robuste zyklische by Eicke Bastian Möller

By Eicke Bastian Möller

Eicke Bastian Möller zeigt für den mittelfristigen Planungshorizont einer Operationsabteilung im Krankenhaus auf, wie robuste zyklische Operationspläne unter Berücksichtigung von Unsicherheitsaspekten – insb. Verweil- und Operationsdauer – entwickelt werden können. Die erzeugten Pläne liefern für jede denkbare, zukünftig eintretende Umweltlage gute beziehungsweise akzeptable Lösungen. Ergänzend wird ein analytischer Ansatz zur Beurteilung der Robustheit von Operationsplänen vorgestellt. Das Modellkonzept stellt insgesamt ein unkompliziert zu adaptierendes Planungsinstrument dar, dessen Operationspläne als verlässliche Planungsgrundlage für die übrigen Abteilungen eines Krankenhauses verwendet werden können.

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Jack Katz: Über ausrastende Autofahrer und das Weinen: by Hubert Knoblauch

By Hubert Knoblauch

Emotionen lassen sich nicht auf innerpsychische Vorgänge reduzieren, sie finden auch nicht im Hirn statt, Emotionen haben vor allem mit dem Verhältnis der Menschen zueinander zu tun. In seiner faszinierenden Studie über die „ausrastenden Autofahrer“ und über das Weinen bietet Katz mittlerweile klassisch gewordene Analysen der Emotionen, die hier erstmals in deutscher Sprache vorliegen. Katz zeigt darin etwa, wie Emotionen mit kleinen narrativen Projekten verbunden sind, mit denen wir ihnen einen Sinn verleihen. Daneben sind die Interaktionsprozesse zentral, in denen Emotionen auftreten, denn sie tragen dazu bei, wie unser Körper die Emotionen ausdrückt. Schließlich führen die Emotionen zu einer Metamorphose der körperlichen Sinnlichkeit. Indem eine individual sich ins Lachen, Weinen oder Ärgern hinein und wieder hinaus begibt, ändert sich der sinnliche Rahmen ihres Handelns. Diese Veränderungen betreffen den ausführenden Körper.

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